Montag, 5. Februar bis Freitag, 9. Februar 2018, jeweils 14:00 bis 17:00 Uhr

Ferienprogramm für Kinder und Familien „Wir packen unsere 7 Sachen“  l  1. Etage FHXB Museum

In der Ausstellung „Geschichte wird gemacht“ hat das FHXB Museum neue Inhalte für junge Besucher*innen zum Verstehen, Entdecken und Anfassen entwickelt: „Wer waren die ersten Kreuzberger*innen? Und was haben sie mitgebracht? Wie haben sie gelebt? Was haben sie gegessen? Und wie sah eigentlich eine Wohnung früher aus?“
Passend dazu bietet das Museum in den Winterferien jeden Tag einen anderen „Entdecker-Workshop“ für Kinder und ihre Eltern an. Darin können die Besucher und Besucherinnen eine „Reisetasche“ in der Museumsdruckerei gestalten und sie auf einer Zeitreise mit ihren eigenen 7 Sachen befüllen. Das Angebot ist kostenfrei.

 

 

Donnerstag, 15. Februar 2018, 15:00 Uhr

x-berg-tag
Stadtführung durch Kreuzberg l Vor dem FHXB Museum 

Rahmenprogramm zur Ausstellung "Wir! Eine WeltGemeinschaft?" 

Der x-berg-tag bietet die Möglichkeit, den Kreuzberger Kiez durch Anwohner*innen näher kennenzulernen und seine kleinen versteckten Ecken, besonderen Plätze und den Alltag dieses Viertels zu erleben. Nach einem dreistündigen Rundgang schließt der x-berg-tag wieder im Museum mit dem Besuch der Ausstellung "Wir! Eine WeltGemeinschaft?" ab. 

Anmeldung bitte über:nohowcollective(at)gmail.com. Weitere Informationen finden Sie unter:http://xberg-tag.de.

Am letzten Tag der Ausstellung ist für alle Interessierten bis 20:00 Uhr geöffnet.

 

 

Carl Herz, 1950 in Israel, Archiv FHXB Museum
Carl Herz, 1950 in Israel, Archiv FHXB Museum

Donnerstag, 8. März 2018, 19:00 Uhr

Nationalsozialistischer Terror in Berlin im Frühjahr 1933 und der Überfall auf das Rathaus Kreuzberg  l  Dachetage FHXB Museum

Vortrag von Prof. Johannes Tuchel, Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Am 10. März 1933 überfiel ein SA-Kommando das Kreuzberger Rathaus in der Yorckstraße, verhaftete den sozialdemokratischen Kreuzberger Bürgermeister jüdischer Glaubenszugehörigkeit Carl Herz und mit ihm weitere Beamte. Carl Herz wurde über den heutigen Mehringdamm in die Markthalle getrieben, getreten, geschlagen und beschimpft. Bereits verwundet, wurde Herz von einem Polizisten vor einem braunen Mob gerettet, indem er ihn verhaftete und abführte.
 
In seinem Vortrag gibt Johannes Tuchel einen Überblick über die „Dimensionen des Terrors” in der ersten Jahreshälfte 1933. Er beschreibt die Akteure und das Ausmaß der Gewalt sowie das Klima physischer Einschüchterung, nimmt aber auch die Bevölkerung und ihre Akzeptanz der Etablierung der NS-Diktatur in den Blick.
Moderation: Dipl.-Pol. Beate Winzer (Vorsitzende des Fördervereins THF 33 – 45)

Zum 10. März wird die BVV Friedrichshain-Kreuzberg in einer Gedenkveranstaltung an Carl Herz und den SA-Terror in Kreuzberg erinnern. Geplant sind auch zwei Ausstellungstafeln, die temporär im Rathaus Kreuzberg gezeigt werden. Ein größeres Kooperationsprojekt mit dem „Förderverein zur Erforschung der Nazi-Verbrechen auf dem Tempelhofer Feld“ (THF 33-45) wird sich in diesem Jahr mit dem Thema befassen.

Programm des Gedenk- und Ausstellungsortes Friedhof der Märzgefallenen 1/2018

Im Jahr 2018 jährt sich nicht nur der Jahrestag der Barrikadenkämpfe vom 18. März 1848 zum 170. Mal, es ist auch das Jubiläumsjahr der Revolution 1918/19. Aus diesem Anlass bietet der Gedenk- und Ausstellungsort Friedhof der Märzgefallenen ein abwechslungsreiches Programm an:
  
Freitag, 23. Februar 2018, 19:00 –22:00 Uhr
Verschmäht, vergessen oder glorifiziert?
100 Jahre Novemberrevolution in der Erinnerung – Podiumsdiskussion. Ort: Franz-Mehring-Platz 1, Münzenbergsaal; Anmeldung erbeten.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Friedhof der Märzgefallenen und der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Samstag, 17. März 2018, 14:00 –16:00 Uhr
Führungen auf dem Friedhof der Märzgefallenen zum Thema Frauen in der Märzrevolution (14:00 –15:00 Uhr) und
Die Revolution von 1918/19 und der Friedhof der Märzgefallenen (15:00 –16:00 Uhr).

Sonntag, 18. März 2018, 11:00 –22:00 Uhr
11:00 –13:00 Uhr: Führung Orte der Revolution 1918 & 1848 in der Berliner Innenstadt. Die Führung endet auf dem Friedhof der Märzgefallenen. Um Anmeldung wird gebeten: anmeldung(at)paulsinger.de

15:00 Uhr: Gedenkstunde auf dem Friedhof der Märzgefallenen zum 170. Jahrestag der Barrikadenkämpfe vom 18. März 1848.
Mit: Volker Schröder, Michael Müller, Susanne Kitschun, Ralf Wieland und Antje Kapek.

Ab 17:00 Uhr laden wir zu einem kulturellen Abendprogramm in die Tilsiter Lichtspiele (Richard-Sorge-Straße 25A, 10249 Berlin) ein. Programmpunkte sind ein musikalischer Vortrag der Lyrikerin Ariane von Graffenried über Frauen in der Märzrevolution und die Vorführung des Films „Der junge Karl Marx“. Weitere Informationen gibt es auf unserer Homepage: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.friedhof-der-maerzgefallenen.de

Gedenken zum 18. März 2017, Foto: Ellen Röhner
Gedenken zum 18. März 2017, Foto: Ellen Röhner

Donnerstag, 22. März 2018, 19:00 Uhr

Jürgen Henschel und das linke Kreuzberg der 1970er und 1980er Jahre  l  Dachetage FHXB Museum

2017 hat das FHXB Museum, gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, 25.000 Negative aus dem Nachlass des Pressefotografen Jürgen Henschel digitalisiert und auf der Homepage des Museums und anderen Plattformen zugänglich gemacht.
Jürgen Henschel (1923–2012) hatte seit den späten 1960er Jahren als Pressefotograf für die Zeitung „Die Wahrheit“ die großen und kleineren politischen Ereignisse in Kreuzberg fotografiert. Er begleitete Streikaktionen und Lohnkämpfe und fotografierte Kundgebungen, Demonstrationen und Bürgerproteste. Als Pressefotograf nahm er an den kulturellen Veranstaltungen der oppositionellen, alternativen und linken Szene teil, fotografierte Ausstellungseröffnungen, Konzerte und Straßenfeste. Seine Bilder zeigen aber auch die Welt der „kleinen Leute“, die es heute nicht mehr gibt: die Trödelläden und Kohlehandlungen, die Werkstätten in den Hinterhöfen, aber auch die Bauarbeiter auf den Straßen und die Arbeitswelt in den Fabriken, Menschen auf Wochenmärkten und beim sonntäglichen Spaziergang im Park. Jana Braun und Sophie Perl erzählen von ihrer Arbeit im Digitalisierungsprojekt und stellen Jürgen Henschels Kreuzberg der 1970er und 80er Jahre vor.

Kurt Mühlenhaupt, Ladengalerie, 1979, Foto: Jürgen Henschel
Kurt Mühlenhaupt, Ladengalerie, 1979, Foto: Jürgen Henschel