Titelbild Band 1
Titelbild Band 2

Standardwerk über Berlin in der Druckgrafik kann jetzt über das FHXB Museum bezogen werden

Bisher war es schwer, einen Überblick über die Berliner künstlerische Druckgrafik zu erhalten. Die beiden Bände "Berlin in der Druckgrafik 1570–1870" von Gernot Ernst und Ute Laur-Ernst widmen sich erstmalig gezielt und umfassend den grafischen Künstlern dieser Zeit und den von ihnen geschaffenen Berlin-Ansichten. Sie schlagen zugleich den Bogen zur Berliner Stadtgeschichte. Das Werk lässt das alte Berlin in vielfältiger Weise lebendig werden, beschreibt die kulturelle und wirtschaftlich-soziale Entwicklung der Stadt sowie Wandel und Aufschwung der grafischen Kunst in diesen drei Jahrhunderten.

Gernot Ernst gehört aufgrund seiner langjährigen Sammlertätigkeit und seiner systematischen Recherchen zu den besten Kennern der Berlin-Grafik. Er hat in dem Künstlerlexikon und der zugehörigen Dokumentation der Berlin-Ansichten (Teil 1) so manche Wissenslücke geschlossen. Rund 560 Kurzbiografien vermitteln Einblicke in das Leben der in- und ausländischen Künstler, die Berliner Motive aufgegriffen haben. Von zahlreichen dieser Zeichner, Stecher und Lithografen war die Spur trotz umfangreichen Oeuvres verloren gegangen. Sie galt es wiederzuentdecken. Darüber hinaus informiert das Buch erstmals auch über die Verlage, Kunsthändler und Druckereien, die Berlin-Ansichten herausgegeben und verbreitet haben.

Die insgesamt erfassten rund 4200 Grafiken – einschließlich anonymer Drucke, Abbildungen in Architekturzeitungen und Gebrauchsgrafik – sind zu 95% im Doppelband oder ergänzend auf der DVD abgebildet, in großem Umfang farbig. Andreas Teltow hat sich mit ihnen in einem einführenden Beitrag unter kunsthistorischem Aspekt befasst und Ute Laur-Ernst unter stadtgeschichtlichem im Stadtbildlexikon (Teil 2). Die Berlin-Grafiken aus unterschiedlichen Epochen sind unschätzbare Zeitdokumente. Sie zeigen, welche Stadtmotive die Künstler und ihre Auftraggeber bevorzugten, welche Ansichten sich am besten verkauften und wie sich Leben und  Architektur in Berlin veränderten. In rund 550 Stichworten werden die dargestellten Bauwerke, Institutionen, Denkmäler, Plätze, Manufakturen usw. von ihrer Entstehung bis in die Gegenwart beschrieben und dabei auch »hinter die Fassaden« geschaut.

Beide Bände zusammen (über 1500 reich illustrierte Seiten, in Leinen gebunden plus DVD! 2009 erschienen im Lukas-Verlag) kosten jetzt nur 190 € bei Bestellung über das Bezirksmuseum unter info(at)kreuzbergmuseum.de