Verein zur Erforschung und Darstellung der Geschichte Kreuzbergs e.V.

 

Selbstdarstellung

Der Verein zur Erforschung und Darstellung der Geschichte Kreuzbergs e.V. wurde 1978 gegründet. Zweck des Vereins ist laut Satzung „die Erforschung und Darstellung insbesondere der Geschichte des Bezirks Kreuzberg, die Durchführung von Ausstellungen, Veranstaltungen und Veröffentlichungen sowie die Kooperation mit anderen Institutionen und Organisationen (z.B. Heimatmuseum), um kulturelle Aktivitäten zu fördern“ (§ 2)

In Zusammenarbeit mit dem 1991 gegründeten Kreuzberg Museum hat der Verein zur Erforschung und Darstellung der Geschichte Kreuzbergs e.V. verschiedene Projekte durchgeführt. Seit der Fusion von  Friedrichshain und Kreuzberg will der Verein auch einen aktiven Beitrag zum Zusammenwachsen der beiden traditionsreichen Teilbezirke leisten und bezieht die Erforschung und Darstellung der Geschichte Friedrichshains in die Arbeit ein.

Das Thema Zuwanderung und Völkerverständigung ist seit vielen Jahren ein Schwerpunktthema der Arbeit des Vereins zur Erforschung und Darstellung der Geschichte Kreuzbergs e.V. Gemeinsam mit dem Kreuzberg Museum erarbeitete er eine große Ausstellung zur Geschichte der Zuwanderung in den heutigen Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin. Die Ausstellung mit dem Titel „Ein jeder nach seiner Facon? 300 Jahre Zuwanderung nach Kreuzberg und Friedrichshain“ wird seit August 2005 im Bezirksmuseum gezeigt. Im Jahr 2006 unterstützte der Verein die Durchführung eines museumspädagogischen Angebots für Kinder aus Friedrichshain und Kreuzberg, in dem Kinder in die Lebenswelten ihrer Mitschüler und Mitschülerinnen mit Migrationshintergrund eingeführt wurden. Das Projekt trug den Titel „Fremde Lebenswelten“. Daneben befasste sich der Verein im Jahr 2007 Jahr mit der Erstellung einer Multivision zur Geschichte der Protestbewegung in Kreuzberg in den 70er und 80er Jahren.

Im Herbst 2007 präsentierte der Verein eine Ausstellung über den ehemaligen Kreuzberger Bürgermeister Willy Kressmann. Die Ausstellung trug den Titel „Auf Wunsch der SPD in Urlaub“. Es folgte ein Ausstellungs- und Dokumentationsprojekt über die Geschichte des Frauengefängnis in der Barnimstraße in Friedrichshain. Im Frühjahr 2008 entwickelte der Verein Audiospaziergänge zu den im Bezirk verlegten Stolpersteinen. Diese Stolpersteine wurde vom Künstler Gunter Demnig zur Erinnerung an deportierte und ermordete Gegner und Verfolgte des Nazi-Regimes an deren ehemaligen Wohnadressen im Bürgersteig verlegt. Beide Projekte wurden aus Mitteln des Lokalen Aktionsplans finanziert.

Von 2009 bis 2011 unterstützte der Verein das partizipative Projekt „ortsgespräche. stadt - migration - geschichte: vom halleschen zum frankfurter tor“. Das Ergebnis der zweijährigen Arbeit ist seit Januar 2012 in einer Ausstellung auf zwei Etagen des Friedrichshain-Kreuzberg Museums zu sehen.  Die Ausstellung zeigt, dass die Geschichte der Zuwanderung nicht eine „Spezialgeschichte“ neben der „eigentlichen“ Bezirksgeschichte ist, sondern ein integraler Bestandteil. In mehreren partizipativen Workshops und Gesprächsrunden wurden sechs Orte ausgewählt, an deren Beispiel eine „Tiefenbohrung“ in die Geschichte vorgenommen wurde. Die Ausstellung zieht bis heute jährlich ca. 20.000 Besucher/innen an.

Am 4. Juli 2013 eröffnet im Spreeraum am May-Ayim Ufer 8 – dem früheren Gröben Ufer – die Ausstellung „Kolonialismus am Ufer“, die vom Verein zur Erforschung und Darstellung der Geschichte  erarbeitet wurde.  Die Ausstellung wirft einen Blick auf die Geschichte des preußischen Brandenburgischen Kolonialismus, die eng mit Otto Friedrich von der Gröben, dem ehemaligen Namensgeber der Straße verbunden ist.  Anfang 2014 wurde sie zur Wanderausstellung umgestaltet und war seither an vielen Orten in Berlin zu sehen.

Die Vorsitzenden des Vereins sind die Kreuzberger Bürgermeisterin a.D. Cornelia Reinauer und der ehemalige Vorsteher der BVV Friedrichshain-Kreuzberg Riza Baran.

Der Verein zur Erforschung und Darstellung der Geschichte Kreuzbergs e.V. ist laut Bescheid des Finanzamtes für Körperschaften I als gemeinnützig im Sinne der „Förderung kultureller Zwecke“ anerkannt.

 

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