11. März bis 12. Juni 2016

Foto-Ausstellung "Ob Nuriye, ob Kalle - wir bleiben alle!"

vom Umbruch Bildarchiv mit Info-Veranstaltung um 19:00 Uhr zum aktuellen Verdrängungsprozess.

Berlin: Privatisierung von 220.000 landeseigenen Wohnungen, Umwandlungen von 200.000 Mietwohnungen in Eigentumswohnungen, Umnutzung von 20.000 Mietwohnungen in Ferienwohnungen, jährlich 9.000 Zwangsräumungen, "energetische Sanierung" und "Modernisierungen" auf Kosten der MieterInnen. Die Zeche für den Banken- und Flughafenskandal zahlen nicht die Verursacher, sondern die MieterInnen. Berlin verliert sein Gesicht, seine Kultur, seinen sozialen Frieden. Die Berliner MieterInnen verlieren mit ihren Wohnungen ihre Existenzgrundlage und sozialen Netzwerke.

Die Zwangsräumung einer Familie im Februar 2013 in Kreuzberg, von 850 PolizistInnen unter dem Protest von 1.000 Menschen durchgeprügelt, und der tragische Tod von Rosemarie F. zwei Tage nach ihrer Zwangsräumung haben das Thema Zwangsräumungen bundesweit in die Öffentlichkeit gebracht. Die Foto-Ausstellung " Ob Nuriye, ob Kalle - wir bleiben alle!" dokumentiert einen Ausschnitt des stadtweiten Widerstandes gegen Zwangsräumungen in Berlin. Ausstellungseröffnung mit dem Herzog-Weber Musik-Theater und Infoveranstaltung von und mit Betroffenen des Verdrängungsprozesses. Zur Vernissage stellen stadtpolitische Initiativen den aktuellen Stand der Problematik dar und laden zum gemeinsamen Widerstand dagegen ein.