Freitag, 27. April 2018, 19:30 Uhr

Diskussion: 1988 aus der Sicht von West-Berlin, Ost-Berlin und Polen

Begleitprogramm zur Ausstellung "1988"

1988. Was war das eigentlich für ein Jahr? Und für wen hatte es welche Bedeutung? Am 27. April 2018 führt das FHXB Museum im Rahmen der Ausstellung "1988" verschiedene Perspektiven auf das Jahr vor der Wende zusammen. War 1988 nur ein Prolog für die friedliche Revolution in Europa oder mehr? Und welchen Bogen schlägt es in die Gegenwart? Diskutieren werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die dieses Jahr in West-Berlin, Ost-Berlin und Polen erlebt haben.

Mit

Dorota Danielewicz (Schriftstellerin)

Simone Schmollack (Chefredakteurin des Freitag)

Gerd Nowakowski (Tagesspiegel)

Moderieren wird das Gespräch Uwe Rada, der Autor des Romans "1988", der bei edition.foto TAPETA erschienen ist.  

 

Bruce Springsteen 1988, Konzert auf der Radrennbahn Weißensee, Foto: Thomas Uhlemann, Wikimedia CC-BY-SA 3.0

Donnerstag, 3. Mai 2018, 19:30 Uhr

Mein Sommer ’88

Begleitprogramm zur Ausstellung "1988"

Ein Film von Carsten Fiebeler und Daniel Remsperger, erzählt von Florian Lukas ("Weissensee", "Good Bye Lenin")

In einem Mix aus Dokumentation und Fiktion beschreibt die Koproduktion von MDR und rbb collagenartig, emotional und informativ einen Musiksommer der Superlative im Osten. Teilweise unveröffentlichte Konzertmitschnitte und neu gedrehtes Filmmaterial zeigen die riesige Euphorie der Fans. Konzerte von westlichen Rock- und Popgrößen in der DDR waren bis Ende der 80er Jahre ein kaum denkbares Szenario. Doch 1988 geht es plötzlich Schlag auf Schlag: Innerhalb von nur wenigen Monaten geben sich Top-Stars wie Depeche Mode, Bryan Adams, Joe Locker oder James Brown die Klinke in die Hand und spielen vor hunderttausenden begeisterten Zuschauern. Der Höhepunkt ist jedoch das Konzert von US-Rocklegende Bruce Springsteen vor mehr als 160.000 Menschen am 19. Juli 1988 auf der Radrennbahn von Berlin-Weißensee.

Mittwoch, 23. Mai 2018, 19:30 Uhr

POLSKA first

Über die polnische Krise

Begleitprogramm zur Ausstellung "1988"

Andreas Rostek, der Verleger der edition.fotoTAPETA, stellt das Buch „POLSKA first. Über die polnische Krise“ vor:

Was ist los in Polen? Wenn wir über die Lage im Land reden, sagt der Warschauer Politologe Klaus Bachmann, "dann ist die beste Bezeichnung für dieses System 'Obrigkeitsstaat'". Sein Kollege Piotr Buras sieht eine „De-Europäisierung“ der polnischen Innen- und Außenpolitik. Der Polen-Korrespondent Jan Pallokat beobachtet: "Während PiS in Deutschland eher für ihre nationalistische Ideologie und Alleingänge in der EU wahrgenommen wird, wirkt die Partei nach innen ganz konkret: Sie kümmert sich." Und die Publizistin Kaja Puto sagt, die These, dass die jungen Polinnen und Polen sich nach rechts bewegt haben, sei richtig – "aber damit ist das Thema nicht erschöpfend geklärt". Sie erklärt es.

Fünfzehn Autorinnen und Autoren analysieren die Krise des wichtigsten EU-Lands im Osten Europas.

An diesem Abend sprechen Magdalena Gwóźdź-Pallokat und Jan Pallokat mit dem Verleger Andreas Rostek.