Öffnungszeiten

Sie benötigen ein negatives, tagesaktuelles Covid-19-Ergebnis eines Testcenters (Selbsttests sind leider nicht ausreichend). Beim Besuch des Museums ist eine FFP2-Schutzmaske zu tragen.

Ausstellungen

Di–Do 12:00–18:00 Uhr
Fr–So 10:00–20:00 Uhr
Eintritt frei

Archiv

Di und Mi 10:00–16:00 Uhr
Do 12:00–18:00 Uhr

Büro

Di–Fr 10:00–14:00 Uhr

Anfahrt

FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
Adalbertstraße 95A
10999 Berlin-Kreuzberg
U-Bahn Kottbusser Tor (U1, U8), Bus M29, 140

So finden Sie uns:

https://goo.gl/maps/vu8x9AQBR762

Barrierefreiheit

Rollstuhlgerechter Zugang zu allen Ausstellungen, zum Archiv und der Veranstaltungsetage. Eine barrierefreie Toilette befindet sich im Untergeschoss des Museums. Für die Nutzung können Sie einen Schlüssel im Buchladen des Museums (Hochparterre) entleihen.

Newsletter & Facebook

Möchten Sie unseren monatlichen Newsletter erhalten? Schicken Sie eine kurze E-Mail mit dem Betreff „Bestellen“ an
veranstaltungenfhxb-museum.REMOVE-THIS.de

Besuchen Sie uns auf Facebook und Instagram!

Publikationen

Hier finden Sie eine Liste unserer Veröffentlichungen.

Vermietung

Die Dachetage des Friedrichshain-Kreuzberg Museums kann für Seminare, Vorträge, Workshops und Filmvorführungen gemietet werden.

Anfragen bitte spätestens 4 Wochen vor dem Wunschtermin an:
Tel. +49 30 50 58 52 46 oder vermietungfhxb-museum.REMOVE-THIS.de

Nähere Informationen finden Sie hier

Kontakt

Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg
Fachbereich Kultur und Geschichte

FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
Adalbertstraße 95A
10999 Berlin-Kreuzberg
Fax +49 30 50 58 52 58
infofhxb-museum.REMOVE-THIS.de

Logo FHXB-Museum

Suche

Suche einblenden

Facebooklink

Logo Facebook

Intagramlink

Logo Instagram

Verlegung von 8 neuen Stolpersteinen in Friedrichshain-Kreuzberg

Am Donnerstag, 3. Juni 2021 wurden acht weitere Stolpersteine in der Warschauer Str., Schreinerstr., Kochhannstr. und der Pauline-Staegemann-Str. verlegt.

 

In der Warschauer Str. 85 erinnert nun ein Stolperstein an Edgar Joachimsthal., initiiert von der Bundesgeschäftsstelle der NaturFreunde Deutschlands e.V.

Edgar Joachimsthal kam am 17. Juni 1890 in Eberswalde zur Welt. Wann er nach Berlin zog, ist nicht bekannt. Im November 1917 heiratete er Marie Auguste Döring, geb. 1891 in Gröningen. Zuletzt wohnte Edgar Joachimsthal zur Untermiete in der Warschauer Straße 86 (heute Nr. 85). Er wurde am 24. Oktober 1941 mit dem sog. 2. Osttransport in das Ghetto Lodz deportiert. Von dort wurde er am 5. Mai 1942 in das Vernichtungslager Kulmhof verschleppt, wo er gleich nach der Ankunft ermordet wurde.


In der Schreinerstraße 21 wurde ein Stolperstein für Max Jena verlegt, initiiert von einem engagierten Anwohner.

Max Jena kam am 10. Juni 1893 in Ritschenwalde in der preußischen Provinz Posen als Sohn des jüdischen Kaufmanns Itzig Jena und seiner Ehefrau Röschen, geb. Baruth, zur Welt. Um 1920 übersiedelte die Familie Jena nach Berlin. 1928 ist der erste Berliner Wohnorteintrag von Itzig Jena in der Schreinerstr. 21 verzeichnet. Wahrscheinlich wohnte Max Jena zusammen mit seinen Eltern im ersten Stock des Hauses. Max Jenas Vater starb 1936. Zu diesem Zeitpunkt war Max kaufmännischer Angestellter. Mit seiner Mutter lebte er noch bis 1939 in der Schreinerstr. 21. Röschen Jena ist 1940 in einem Heim der Jüdischen Gemeinde gestorben.
Max Jena wohnte zuletzt in der Lothringenstraße 22 in Berlin-Weißensee, die Adresse des Jüdischen Friedhofs, wo er angestellt war. Nachdem am 18. Mai 1942 eine Widerstandsgruppe junger jüdischer Kommunist*innen, einen Brandanschlag auf die NS-Propagandaausstellung „Das Sowjetparadies“ verübt hatte, wurde Max Jena Opfer einer Vergeltungsaktion der Nazis. Bei dieser sog. „Sonderaktion“ wurden willkürlich jüdische Männer verhaftet, um damit den Anschlag zu rächen. Am 27. Mai 1942 wurde Max Jena verhaftet und ins KZ Sachsenhausen verschleppt. Er wurde am 28. Mai 1942 in Sachsenhausen erschossen.
 

In der Kochhannstr. ggü. Nr. 2 erinnern zwei neue Stolpersteine an Hedwig Lauffer und Martha Rierpert, initiiert von einem engagierten Anwohner.

In der Kochhannstr. 42 (das Haus existiert nicht mehr) lebten bis zu ihrer Deportation Hedwig Lauffer und Martha Riepert.
Hedwig Vogel kam 1867 in Lissa (Provinz Posen) zur Welt, sie heiratete den Handelsmann Berthold Lauffer und das Paar bekam 2 Töchter: Martha, geb. 1892, und Else, geb. 1897. Um 1905 übersiedelte die Familie nach Berlin, 1913 zogen sie in die Kochhannstraße 42.
Ihre Tochter Martha heiratete 1927 den Artisten Georg Riepert, 1930 wurde die Ehe geschieden. Im selben Jahr verstarb ihr Vater Berthold Lauffer.
Martha Riepert musste Zwangsarbeit in der Großdampfwäscherei in Heinersdorf leisten. Sie wurde am 19. Oktober 1942 nach Riga deportiert und 3 Tage später ermordet. Ihre Mutter Hedwig Lauffer wurde am 28. Januar 1943 nach Theresienstadt verschleppt, wo sie am 15. Februar ums Leben kam.
Auch Else, die jüngere Tochter des Ehepaars Lauffer, und ihr Ehemann Berthold Becker wurden Opfer der Shoah.

 

In der Pauline-Staegemann-Straße, (ehemals Georgenkirchstr. 53) wurden vier Steine 

für Martin Panke, Sophie Panke, Leo Panke und Margot Panke verlegt, initiiert von einem Nachfahren eines engen Familienfreundes.

Martin Panke kam 1875 in Berlin zur Welt und war Glasarbeiter. Er heiratete Sophie Zydower, geb. 1882 in Jarotschin (Posen). Mit ihren Kindern Leo, geb. 1911, und Margot, geb. 1917, lebten sie seit 1920 in der Georgenkirchstraße 53 (das Haus existiert nicht mehr).
Sohn Leo Panke wurde am 13. Januar 1942 mit dem sog. 8. Osttransport nach Riga deportiert. Er befand sich zuletzt im Polizeigefängnis Berlin, der Grund für seine Inhaftierung ist nicht bekannt.
Martin, Sophie und Margot Panke wurden am 27. Februar 1943 Opfer der sog. „Fabrikaktion“, bei der die bis dahin von der Deportation verschonten letzten Berliner Juden, die in kriegswichtigen Betrieben zwangsbeschäftigt waren, verhaftet und deportiert wurden. Nur die Arbeitsstelle von Margot ist bekannt: Sie war bei der Lautsprecherfabrik E. Fritz & Co. GmbH in der Frankfurter Allee 56 zwangsverpflichtet.
Martin Panke wurde am 2. März 1943, seine Tochter Margot einen Tag später und seine Frau Sophie am 4. März nach Auschwitz deportiert und ermordet.
 

Stolpersteine, deren Verlegung von Angehörigen oder Nachfahren von Opfern des Nationalsozialismus initiiert wird, finanziert seit 2017 das Bezirksamt. Dieses Vorgehen hat die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg mit einem Beschluss (DS/0417-15/V) bekräftigt.

Recherche und biografische Zusammenstellung: Christiana Hoppe

Stolpersteine zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus

"Stolpersteine" sind in den Bürgersteig eingelassene Pflastersteine mit Messingtafeln, die an den früheren Wohnorten der Opfer des Nazi-Regimes über deren Schicksal informieren. Über 800 Stolpersteine wurden bisher von Gunter Demnig, dem Initiator des Projektes, im Bezirk verlegt. Um Stolpersteine vor möglichst vielen Friedrichshainer und Kreuzberger Häusern im Bürgersteig verlegen zu können, werden weitere Paten gesucht, die bereit sind, mit jeweils 120 Euro die Herstellung eines Steins zu finanzieren. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg finanziert die Stolpersteine, deren Verlegung von Angehörigen initiiert wird. Dies hat die Bezirksverordnetenversammlung im Frühjahr 2017 beschlossen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Stolpersteinprojekt für Friedrichshain-Kreuzberg

Astrid Schiemann
Sprechzeit: Mi 10–16 Uhr, Tel. 030 50 58 52 45
stolpersteinefhxb-museum.REMOVE-THIS.de

Auf dem Portal www.stolpersteine-berlin.de können Sie in der Rubrik "Orte und Biografien" recherchieren, wo in Friedrichshain und Kreuzberg Stolpersteine verlegt sind. Dort finden Sie Biografien der Opfer. Dieser Bereich des Portals wird ständig ergänzt und erweitert, so dass es möglich ist, sich umfassend über das Stolperstein-Projekt in Berlin zu informieren.