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Ausstellungen

Di–Do 12:00–18:00 Uhr
Fr–So 10:00–20:00 Uhr
Eintritt frei

Archiv

Di und Mi 10:00–16:00 Uhr
Do 12:00–18:00 Uhr

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FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
Adalbertstraße 95A
10999 Berlin-Kreuzberg
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Ver/sammeln antirassistischer Kämpfe

Ein offenes Archiv

Ab 22.05.2022

Kämpfe und Widerstände gegen Rassismus sind Bestandteil der Geschichte dieses Landes. Ob eingewandert, durchreisend oder hier geboren - Menschen mit Rassismus-, Antisemitismus- und Diskriminierungserfahrungen kämpfen seit Jahrzehnten für Gleichberechtigung und gesellschaftliche Veränderung. Ihre Forderungen für Teilhabe und Projekte gegen Rassismus und Unterdrückung haben die Gesellschaft wesentlich mitgeprägt. Ihre Geschichten und Perspektiven bleiben jedoch meist unsichtbar und unerzählt. Ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre Stimmen werden instrumentalisiert oder fehlen in der Erinnerungskultur und in offiziellen Archiven.

Zusammen mit vielen Menschen aus Ost-, West- und dem wiedervereinigten Deutschland arbeiten wir seit einiger Zeit daran, die Geschichten der Kämpfe gegen Rassismus und Antisemitismus zu erzählen. Gemeinsam suchen wir nach neuen Wegen des Sammelns, Aufarbeitens und Darstellens.

Im FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum ist ein offenes Archiv mit ersten Ergebnissen dieses gemeinsamen Forschens entstanden. Es handelt sich um eine Sammlung an Bruch- und Fundstücken, die bei Workshops und durch Unterstützung der Besucher:innen weiter wachsen wird. Das offene Archiv soll zu einem Debattenraum werden, der vergangene Erfahrungen mit heutigen Debatten und Kämpfen gegen Antisemitismus, Rassismus und allen Diskriminierungen zusammenbringt.

Ein Kooperationsprojekt der Georg-August-Universität Göttingen, der Fachhochschule Kiel, des Dokumentationszentrums und Museums über die Migration in Deutschland e.V. (DOMiD) und des FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museums.

Informationen und Termine unter www.versammeln-antirassismus.org

Gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung.

The Birth of Techno. From Detroit nach Berlin

3. Juni bis 11. September (verlängert)

Techno ist ein Genre der jüngeren Musikgeschichte. Entstanden aus unterschiedlichen Musikrichtungen hat Techno sich in Detroit und Berlin entwickelt, zwei urbane Orte mit sehr unterschiedlichen Geschichtsentwicklungen. Zum Zeitpunkt der Entstehung von Techno befinden sich beide Städte in drastischen Umbruchsphasen: in Detroit war die Großindustrie abgezogen; das ehemals geteilte Berlin stand im Zentrum der Wiedervereinigung Deutschlands.

Die Ausstellung „The Birth of Techno. From Detroit nach Berlin“ untersucht die Entwicklungen der Technobewegung in beiden Städten. Im Mittelpunkt steht, die Beziehungen zwischen den Technobewegungen in Detroit und Berlin zu zeigen.

Durch den Einbezug von Akteuren aus Detroit und Berlin werden neue Perspektiven auf die hierzulande meist „weißen“, eurozentrischen Erzählungen über Techno möglich und afro-amerikanische Einflüsse auf Techno sichtbar, auf die sich der Detroiter Techno bezieht. Hierbei zeigt sich, dass der Detroiter Techno seine künstlerischen und ästhetischen Bezüge aus dem Afrofuturismus und anderen utopischen Erzählungen bezieht. Die Berliner Technogeschichte ist stark von Detroit beeinflusst, nicht zuletzt durch Austausch und Auftritte von Künstler:innen aus Detroit. Gleichzeitig ist die Wendezeit, die von der Deindustrialisierung und einer fragmentierten Stadtentwicklung geprägt war, ein wichtiger Kontext für die Entwicklungen des Berliner Technos.

Die Ausstellung zielt als dekolonialisierender Erzählraum darauf, die oftmals vernachlässigten Geschichten und Stimmen des Detroiter Techno in den Vordergrund zu rücken, Aneignungen und Vermarktungsstrategien im deutschen Techno zu thematisieren und schließlich auf eigensinnige, z.T. kleinteiligen Strukturen der Berliner Technokultur zu blicken.

Im Vorfeld der Ausstellung haben die DJs Sarah Farina und SENU DJ-Workshops mit Jugendlichen gegeben. In Kooperation mit dem Berliner Club Tresor findet im Anschluss an die Ausstellungseröffnung am 2. Juni eine Party mit Detroiter und anderen DJs statt. Zudem werden Veranstaltungen mit anderen Berliner Clubs und Akteur:innen aus der Szene stattfinden. Mehr Informationen folgen.

Zur Eröffnung am 2. Juni ab 18 Uhr wird der Detroiter Künstler und Mitglied von Underground Resistance Abdul Qadim Haqq seine Sichtweise auf Techno in Malerei übersetzen. Während der Eröffnung entsteht ein Gemälde, was während der Dauer der Ausstellung zu sehen sein wird.

Kuratiert von Arastu Salehi.
Gestaltung von eckedesign.
Gefördert durch Mittel des Hauptstadtkulturfonds und die Checkpoint-Charly-Stiftung.


 
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