Diese Führung bietet Einblicke in die Geschichte Stralaus und zeigt, wie sich die Halbinsel von einem mittelalterlichen Fischerdorf zu einem Wohnviertel in den 1990er Jahren entwickelte.
Stralau gehört zu den ältesten Siedlungskernen Berlins. Ursprünglich war die Halbinsel ein kleines Dorf mit elf Fischerfamilien. 1358 erwarb Berlin Stralau und 1464 wurde die Stralauer Dorfkirche errichtet, die heute das älteste Bauwerk von Friedrichshain-Kreuzberg ist. Mit der Einführung der Fischereiordnung im Jahr 1574 entwickelte sich die Halbinsel zu einem Erholungs- und Ausflugsort der reichen Berliner*innen.
Die Industrialisierung der Halbinsel begann um 1865. Viele Betriebe siedelten sich an, darunter das Glaswerk und die Brauerei als wichtigste Arbeitgeber. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts wuchs die Einwohnerzahl von rund 80 im Jahr 1790 auf mehr als 3.000. Während des Zweiten Weltkriegs waren in den Stralauer Unternehmen viele Kriegsgefangene tätig. Bei Bombenangriffen wurden die Betriebe und Wohnungen stark zerstört. Nach 1990 wurden die Betriebe abgewickelt und Stralau wurde zu einem reinen Wohnviertel.
Der Rundgang wird mit einer Besichtigung der Stralauer Dorfkirche beendet.
Bitte melden Sie sich unter uwenuebel@t-online.de für die Führung an.
