AKTUELLES / CURRENTLY
Wichtige Info zum Besuch im FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
Leider ist unser Fahrstuhl vom 26. Juni bis zum 18.8. wegen Reparatur außer Betrieb. Unsere Ausstellungen und Veranstaltungen in der Dachetage sind in diesem Zeitraum leider nur über das Treppenhaus zugänglich und somit nicht barrierefrei. Wir entschuldigen uns für die Umstände.

Kreuzberg: queer, jüdisch und migrantisch!
15. August | 16 - 22 Uhr
Save the date für unser diesjähriges Sommerfest!
Kreuzberg: queer, jüdisch und migrantisch!
An diesem Tag feiern wir migrantische, jüdische und queere Geschichte(n), Stimmen, Künstler*innen und Sounds im Hof des FHXB Museums.
Zeit seines Bestehens waren Jüd*innen, Migrant*innen sowie queere Menschen grundlegender Bestandteil des Viertels. Ihre Geschichten verliefen manchmal parallel zueinander, doch häufig gab es auch Momente des Zusammenkommens. Diese will das Museum gemeinsam mit den Menschen, die heute als Jüd*innen, Migrant*innen und queere Menschen in Kreuzberg leben sichtbar machen. Das Museum will für alle in Berlin Lebenden Zugänge zur Geschichte der Stadt schaffen, informieren und zusammen neue, gemeinsame Zukünfte imaginieren.
Mit Lesungen, Performances, Konzerten und Führungen von u.a. Rosa Shakur, Tres Patos, Anna Schapiro, Vanessa Opoku, Denise Garcia Bergt von International Women* Space und weiteren Gästen.
Das Fest ist umsonst und findet im Rahmen des Kultursommerfestivals Berlin 2023 statt.
16:00 Uhr
Konzert von Sophia Bicking & Yochai Sadeh
Yochai Sadeh und Sophia Bicking spielen ein Potpourri aus Brasilianischer Pop-und Jazzmusik bis hin zu folkloristischem Repertoire.
Installation im Hof von Vanessa Opoku und Anna Shapiro
Gemeinsam präsentieren die bildenden Künstlerinnen Anna Schapiro und Vanessa Opoku Installationen im Hof des FHXB-Museums. Anna Schapiro ist Mitbegründerin und Mit-Herausgeberin des Journals "Jalta-Positionen zur Jüdischen Gegenwart" und Mitglied des Ministeriums für Mitgefühl. Vanessa A. Opoku arbeitet mit Geschichte, Technologie und marginalisierten Erzählungen. In ihrer künstlerischen Praxis reflektiert sie darüber, wie wir die Wahrnehmung unserer Welt, der Realität und aller darin lebenden Dinge verändern, indem wir Allianzen zwischen Kunst, Wissenschaft und Technologie bilden.
16:30 Uhr
Stadtrundgang mit Çagrı Kahveci zu migrantischer Selbstorganisierung im Kampf gegen Rassismus und Faschismus
Treffpunkt und Anmeldung im Museumshof
17:00 Uhr
Erster Rundgang durch die Ausstellung „O-Platz: Selbstermächtigung und Kämpfe der Migration“
Die Aktivistin, Journalistin und Filmemacherin Denise Garcia Bergt führt durch die Ausstellung „O-Platz: Selbstermächtigung und Kämpfe der Migration“ von International Women* Space.
18:00 Uhr
Lesung: Jens Dobler liest aus dem Buch "You have never seen a dancer like Voo Doo - Das unglaubliche Leben des Willy Pape" über eine schillernde Facette queeren Lebens in Kreuzberg.
Zweiter Rundgang durch die Ausstellung „O-Platz: Selbstermächtigung und Kämpfe der Migration“
Die Aktivistin, Journalistin und Filmemacherin Denise Garcia Bergt führt durch die Ausstellung „O-Platz: Selbstermächtigung und Kämpfe der Migration“ von International Women* Space.
19:00 Uhr
Konzert von Rosa Shakur feat. Elisa Aseva
Die drei Musiker*innen verbinden industrielle Popmusik mit einer Lesung der in Kreuzberg lebenden Autorin Elisa Aseva. Poetische wie politische Betrachtungen erklingen zusammen mit Schlagzeug, Stimme, Samples, Synthesizern und Gitarre.
20:00 Uhr
Konzert von theoradicals
Bei theoradicals treffen Underground-Classics auf politischen Aktivismus.
Mehr Infos zum Program demnächst hier und bei Draussenstadt.
Der historische Audiowalk zum Anhalter Bahnhof ist jetzt online!
In der Geschichte des Anhalter Bahnhofs in Berlin spiegeln sich über 180 Jahre Stadt-, Landes- und Europageschichte. Zwischen 1841 und 1952 war der Bahnhof Knotenpunkt für Reisen von und nach Berlin. Damals wie heute steht der Bahnhof in Verbindung mit den Entwicklungen des urbanen Lebens seiner Umgebung.
Der historisch fundierte Audiowalk stellt in 15 aufeinanderfolgenden Kapiteln die Geschichte des Anhalter Bahnhofs aus der Perspektive von imaginären Figuren dar, die von der Planung über den Bau bis zur Gegenwart die Veränderungen des Bahnhofs erlebt haben könnten. Die Geschichten erzählen vom Bedeutungsgewinn und -verlust eines Ortes, der zu einem Berliner Mythos wurde.
Ein Projekt des FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museums: Birthe Freymann (Idee, Recherche und Texte), Verena Pfeiffer-Kloss (Konzept- und Projektbegleitung), Fabian Hickethier, Jurij Hickethier /BAR PACIFICO GESTALTUNG UND PROZESSE (Gestaltung).

ABTAUCHEN, AUFTAUCHEN - Ausstellung der künstlerischen Werkstätten der Jugendkunstschule
15. Juni - 30. August 2023 im FHXB Museum | Eröffnung am 15. Juni um 18 Uhr
Friedrichshain-Kreuzberg ist ein Bezirk der Kunst und Kultur. Gerade junge Menschen sind kreativ und künstlerisch aktiv. Mit ihnen arbeitet die Jugendkunstschule zusammen: In ihren Werkstätten haben dieses Jahr 150 Schüler*innen fantasievoll ihre Ideen zum Thema „Abtauchen, Auftauchen“ künstlerisch umgesetzt. Ihre Zeichnungen, Fotografien, Trickfilme, Druckgrafiken und plastischen Kunstwerke sind diesen Sommer im FHXB Museum ausgestellt.
Die Ausstellung gibt einen Einblick, auf welch offene und vielfältige Weise die jungen Berliner*innen künstlerisch aktiv sind - fernab von Noten oder schulischem Druck. Mit eigenen Themen wie etwa die Bedeutung von Rückzugsorten, die Sehnsucht nach der Tiefsee oder Erfahrungen aus dem Alltag zeigen die Beteiligten ihren Blick auf den Bezirk und die Welt.
Webseite der Jugendkunstschule FRI-X

O-Platz erinnern - Eine Ausstellung von International Women* Space im FHXB Museum
28. April - 1. Oktober
Seit seiner Besetzung 2012-2014 ist der Oranienplatz in Kreuzberg zu einem symbolischen Ort für Solidarität und die politischen Kämpfe von geflüchteten Menschen geworden. Sowohl die Besetzung als auch die Räumung des Kreuzberger Platzes waren nicht nur lokale, sondern auch bundes- und weltweite Ereignisse, die die Debatten über das Migrations- und Grenzregime verändert haben. Zum 10. Jahrestag der Besetzung veranstalteten International Women* Space (IWS) 2022 mit vielen Initiativen und Personen eine fünf-tägige Open-Air-Kunstbaustelle am Oranienplatz.
Mit einer Intervention in der Ausstellung ortsgespräche – ferngespräche – ortsgeschichten des FHXB Museums erinnert International Women* Space an das Großereignis 2022. Parallel dazu rückt eine Fotoinstallation in Offenes Archiv: Ver/sammeln antirassistischer Kämpfe in der 1. Etage des Museums die Besetzung des Oranienplatzes 2012-2014 in den Fokus.
Kuratorin: Denise Garcia Bergt (International Women* Space e.V.)
Mitarbeit: Johnny Welch, Veronika Krotki, Lica Stein, Dilara Hadroviç, Helen Gimber
Fotos: Muhammed Lamin, Umbruch Archiv, Denise Garcia Bergt
Gestaltung: Julia Schnegg und Janno Himpel


Ver/sammeln antirassistischer Kämpfe Ein offenes Archiv
Seit 22. Mai 2022
Kämpfe und Widerstände gegen Rassismus sind Bestandteil der Geschichte dieses Landes. Ob eingewandert, durchreisend oder hier geboren - Menschen mit Rassismus-, Antisemitismus- und Diskriminierungserfahrungen kämpfen seit Jahrzehnten für Gleichberechtigung und gesellschaftliche Veränderung. Ihre Forderungen für Teilhabe und Projekte gegen Rassismus und Unterdrückung haben die Gesellschaft wesentlich mitgeprägt. Ihre Geschichten und Perspektiven bleiben jedoch meist unsichtbar und unerzählt. Ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre Stimmen werden instrumentalisiert oder fehlen in der Erinnerungskultur und in offiziellen Archiven.
Gemeinsam mit Stimmen unterschiedlicher Generationen suchen wir nach neuen Wegen des Sammelns, Aufarbeitens und Darstellens zur Geschichte antirassistischer Kämpfe in Ost-, West- und dem wiedervereinigten Deutschland. Im FHXB Museum ist ein offenes Archiv mit ersten Ergebnissen dieses gemeinsamen Forschens entstanden. Es handelt sich um eine Sammlung an Bruch- und Fundstücken, die bei Workshops und durch Unterstützung der Besucher:innen weiter wachsen wird. Das offene Archiv soll zu einem Debattenraum werden, der vergangene Erfahrungen mit heutigen Debatten und Kämpfen gegen Antisemitismus, Rassismus und allen Diskriminierungen zusammenbringt.
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Neuveröffentlichung: Die postkoloniale Stadt lesen. Historische Erkundungen in Friedrichshain-Kreuzberg
Natalie Bayer / Mark Terkessidis (Hg.)
Obwohl das Thema Kolonialismus in letzter Zeit viel diskutiert wird, gibt es viele Wissenslücken über die koloniale Vergangenheit und postkoloniale Gegenwart. Das zeigt sich besonders auf der lokalen Ebene der Stadt: Wie hat sich der Imperialismus des Deutschen Reiches mit seinem Ausgreifen nach Übersee, aber auch nach Ost- oder Südosteuropa im städtischen Leben niedergeschlagen? Was ist davon geblieben?
„Die postkoloniale Stadt lesen“ befasst sich exemplarisch mit dem Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg – anhand von Bauten, Verkehrsknotenpunkten, Organisationen, Firmen, Kultureinrichtungen und konkreten Personen, die mit dem imperialen Projekt in Verbindung standen, aber auch widerständig waren. Im einleitenden Essay erläutern Natalie Bayer und Mark Terkessidis die theoretischen Ausgangspunkte und die Herangehensweise für eine Stadtforschung, die den Kolonialismus nicht als historischen Sonderfall behandelt, sondern als dynamisches Moment in der Entwicklung von Städten verortet.
Zum Buch:
Natalie Bayer, Mark Terkessidis (Hg.):
Die Postkoloniale Stadt lesen
Historische Erkundungen in Friedrichshain-Kreuzberg
352 Seiten
Verbrecher Verlag, Berlin
ISBN: 978-3-95732-526-6
Rezensionen:
sehepunkte 23 (2023), Nr. 2 [15.02.2023]: Rezension von: Die postkoloniale Stadt lesen, von Fabian Fechner.






