Nach der Restaurierung gehen das FHXB Museum und das Mitte Museum nun den nächsten wichtigen Schritt, um die Teilbestände des Werks der Fotografin Monika Uelze langfristig zu bewahren: die Digitalisierung.
Das Material
Insgesamt wurden aus dem Bestand des FHXB Museums über 1.000 Negative im Mittelformat (6x6cm) und 84 Kleinbild-Negative digitalisiert. Aus dem Bestand des Mitte Museums kommen 2.646 Mittelformat-Negative und 189 Kleinbild-Negative hinzu. Ergänzt wird das Material durch rund 70 schwarz-weiße Kontaktbögen und 89 Prints.
Der Prozess
Die Uelze-Teilbestände in beiden Museen bestehen überwiegend aus Negativen. Als Negativ bezeichnet man das mit einer fotografischen Kamera auf Filmmaterial erzeugte Bild. Bei Schwarz-Weiß-Film erscheinen die hellen Bereiche des Motivs dunkel und die dunklen Bereiche hell.
Im nächsten Schritt des analogen Prozesses wird das Negativ auf Fotopapier projiziert. Durch die Belichtung entsteht auf dem Papier ein seitenrichtiges Bild, das den Tönen der Realität entspricht: das sogenannte Positiv. Werden Negative, die digitalisiert worden sind, in dieser Weise „umgekehrt“, spricht man von Invertierung. Damit Fotografien auch für ungeübte Betrachter*innen lesbar werden, ist ihre Invertierung notwendig.
Die Digitalisierung der Negative erfolgte über einen externen Dienstleister nach den Praxisregeln „Digitalisierung“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Sie wurden hochauflösend gescannt, um eine hohe Detailschärfe zu erreichen. Die Auflösung beträgt 4.000 ppi für Kleinbild-Negative und 3.000 ppi für Mittelformat-Negative (ppi = pixels per inch). Der Scan eines einzelnen Bildes dauerte mehrere Minuten.
Warum wird digitalisiert?
Durch die Digitalisierung können die Bestände optimal gesichert und leichter zugänglich gemacht werden. Die im Prozess erzeugten Positive sind nun für eine breite Öffentlichkeit lesbar und leichter nutzbar, beispielsweise für Publikationen, Ausstellungen oder Recherchen. Auch die Originalbestände werden geschont, da in Zukunft weniger oft auf sie zugegriffen werden muss.
Die Negative wurden durch die Firma Digital Service Center und die Kontaktbögen und Prints von FSD LWerk Berlin Brandenburg gGmbH digitalisiert.