„Ich hatte noch nie jemanden wie sie getroffen. Sie war sehr schön, sehr lustig und hat immer gesungen. Sie kannte die gesamte Dreigroschenoper auswendig und sang sie bei der Arbeit an der Drehbank.“ Inge Gerson über Eva Mamlok
In diesem Fanzine-Workshop gestaltest du dein eigenes kleines Magazin – und das macht richtig Spaß! Mit einer einfachen Falttechnik entsteht aus einem Blatt ein 8-seitiges Fanzine. Wenn du es ganz aufklappst, wird daraus sogar ein großes A3-Poster. Gemeinsam erzählen wir darin die Geschichte von Eva Mamlok, einer jungen Widerstandskämpferin in der Nazizeit. Wer war sie? Was hat sie mutig gemacht? Und was findest du besonders spannend an ihr? Mit Zeichnungen, Texten und Ideen gestaltest du dein eigenes Heft und bringst ihre Geschichte auf kreative Weise zum Leben.
Der Fanzine-Workshop richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 8-12 Jahren und wird von Alexandra Weltz-Rombach und der Künstlerin Ursula Böckler durchgeführt.
Der Workshop ist Teil der Initiative „Utopisches Erinnern – Partizipative Jugendprojekte am Eva-Mamlok-Platz“. Mit dem Projekt wird die Umbenennung des Blücherplatzes in Eva-Mamlok-Platz, im Oktober 2026, zum Ausgangspunkt für eine partizipative Erinnerungskultur. Jugendliche setzen sich kreativ und forschend mit jüdischem Widerstand, Erinnerung im Stadtraum und der Frage auseinander, wie Geschichte heute erzählt und sichtbar gemacht werden kann.
Ausgehend von der Geschichte Eva Mamloks und anderer junger jüdischer Frauen im Berlin der 1930er Jahre untersuchen Jugendliche Formen von Widerstand, Ausgrenzung und Erinnerung im öffentlichen Raum rund um das Hallesche Tor und darüber hinaus.
Bereits in den frühen 1930er Jahren gab es mutige jugendliche Frauen, die in Berlin-Kreuzberg Widerstand gegen den Nationalsozialismus geleistet haben. Eva Mamlok, eine junge Frau aus einer jüdischen Familie, stellte sich gemeinsam mit anderen Frauen in alltäglichen Aktionen dem Nationalsozialismus entgegen. Sie bildeten Netzwerke, verteilten Flugblätter, schrieben Parolen an Hauswände und organisierten eine geheime Bibliothek. Sie wurden als Antifaschistinnen und Jüdinnen verfolgt und mussten Zwangsarbeit leisten. Für ihre Aktionen wurden sie verhaftet und deportiert. Doch auch unter den schlimmsten Bedingungen haben sie ihren Widerstand nie aufgegeben. Bis auf eine Überlebende sind alle Mitglieder der Gruppe durch den nationalsozialistischen Gewaltapparat ermordet worden.
Weitere Informationen zu Eva Mamlok finden Sie hier.
Anmeldung per E-Mail an erinnerung@wetek.de
Ein Projekt von WeTeK Berlin. Das Projekt wird von der Stiftung EVZ und dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Rahmen des Programms JUGEND erinnert vor Ort & engagiert gefördert.
