Podiumsdiskussion der Initiative Antisemitismus und Rassismus gemeinsam bekämpfen
Mit: Nathan B. (Soligruppe 9. Oktober, Halle); Rachel Spicker (Solidaritätsnetzwerk der Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt); Elisabeth Desta (Offener Prozess – ein Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex, Chemnitz); Initiative „Berlin erinnert München OEZ“
Moderation: Doris Liebscher (Initiative Antisemitismus und Rassismus gemeinsam bekämpfen)
Während rechte Gewalt, Rassismus und Antisemitismus weiterhin ein Bestandteil der deutschen Gesellschaft sind, erfährt das Gedenken an rechtsterroristische Anschläge aktuell wenig Aufmerksamkeit - besonders dann, wenn es nicht-staatlich organisiert ist. Gleichzeitig stellen sich komplexe Fragen an die Erinnerungskultur, etwa: wie soll das Gedenken an islamistische Anschläge als Teil einer linken Praxis aussehen, wie kann ein solidarisches Gedenken funktionieren, obwohl die Erinnerungskultur politisch instrumentalisiert und Kämpfe gegen Antisemitismus und Rassismus gegeneinander ausgespielt werden.
Die Initiative Antisemitismus und Rassismus gemeinsam bekämpfen lädt zu einer Diskussion darüber ein, wie ein linkes Erinnern und Gedenken angesichts fortdauernder Gewalt, inhaltlicher Zerwürfnisse und dem bundesweiten Erstarken rechter Diskurse und Akteure aussehen kann.
Die Initiative Antisemitismus und Rassismus gemeinsam bekämpfen organisiert seit drei Jahren am 09. Oktober ein Gedenken an den antisemitischen, rassistischen und misogynen rechtsterroristischen Anschlag von Halle und Wiedersdorf; die Kundgebung findet auch dieses Jahr am 08. Oktober auf dem Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg in enger Abstimmung mit der Soligruppe 9. Oktober aus Halle, TEKIEZ Halle und mit Überlebenden des Anschlags statt.
