Vor rund 50 Jahren, am Anfang der krisenhaften 1970er Jahre, vollzogen viele Staaten Europas eine Migrationswende. Die Anwerbung von migrantischen Arbeitskräften in die ehemaligen Metropolen sollte beendet werden. In West-Deutschland führte dies am 23. November 1973 zum so genannten Anwerbestopp – dem jähen Ende der Anwerbepolitik der Ära der so genannten Gastarbeit.
Mit dem Anwerbestopp war nicht nur das Ende der Gastarbeitsmigration verbunden. Auch der Anteil der migrantischen Bevölkerung in Deutschland sollte sinken. Doch es kam anders als geplant. Der Anwerbestopp katalysierte die Auseinandersetzungen und Kämpfe um die Migrationsgesellschaft in Deutschland.
Im Rahmen des Forschungsprojekts „1973: Vom ›Anwerbestopp‹ zur Migrationsgesellschaft“ hat der Regisseur und Filmemacher Cem Kaya eine Filmkollage über den Anwerbestopp und seine Folgen produziert. Sie basiert ausschließlich auf historischem Filmmaterial verschiedener Rundfunkarchive und ermöglicht somit einen Rückblick durch die Brille der damaligen Zeit.
Wir präsentieren nun erstmals diese Filmkollage und laden zur Premiere ein.
