Die Führung findet als Rahmenprogramm zur Buchveröffentlichung von “Mont Klamott - Berliner Trümmerberge” statt.
Der Rundgang durch den Volkspark widmet sich der Geschichte der Trümmerberge, insbesondere der Bunkerberge im Volkspark Friedrichshain, der Beseitigung von Kriegsarchitektur nach dem Zweiten Weltkrieg und der Frage nach dem Denkmalwert der Trümmerberge.
Hintergrund:
Am 8. Mai 2025 jährte sich das Kriegsende zum 80. Mal und damit auch der Beginn einer drastischen physiognomischen Veränderung Berlins: Die Aufschüttung von unverwertbaren Kriegstrümmern ließ in der Stadt 20 künstliche Erhebungen wachsen. Der Teufelsberg mit seiner Höhe von 120 Metern ist der größte dieser sogenannten „Trümmerberge“. Durch die planvolle Aufschüttung und die Anpassung der Schuttmengen in die Landschaft ist heute kaum mehr ersichtlich, dass diese Berge so jung sind – und durch Menschen geschaffen wurden. Daher sind die Trümmerberge ambivalente Orte: Als Parks dienen sie der Erholung und dem Vergessen, dem Schönen, dem Zeitlosen, dem Vergnügen – während unter der Erde unsichtbar der Teil der Stadt, ihrer Architektur und Kultur liegt, die durch den Krieg zerstört wurde. Wenn wir realisieren, dass wir in einer Zeit leben, in der Kriege immer noch auf der ganzen Welt existieren, werden die Trümmerberge zu einer stillen Mahnung.
Die Führung ist eine von dreien zur Geschichte der Trümmerberge in Berlin mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Weitere Informationen finden Sie hier: https://urbanophil.net/termine/mont-klamott/